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Theater K | DIESER EINE | Schulaufführung

11.08. | 13:00-14:00

DIESER EINE  von Walter Bauer

Geplant war diese Inszenierung als Beitrag zum Erinnern an 77 Jahre Kriegsende. Nun erhält sie mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine eine schmerzliche Aktualität. Gerade deshalb ist es richtig und wichtig, sich diesem Thema immer wieder zu stellen.

In einer multimedialen Inszenierung aus Schauspiel, Musik und Projektionen expressiver Bilderfolgen wird die eindrückliche Erzählung Walter Bauers nicht nur zu einer Einladung zum Nacherleben eines Schicksals in Kriegs- und Nachkriegszeiten, sondern auch zu einer Aufforderung an uns Gegenwärtige, zu hinterfragen, nicht stillzuschweigen und nie wieder mit den Falschen mitzulaufen.

Er wurde ausgesucht, dann kam der Befehl, dann seine Tat. Er konnte nicht anders, als es als seine Tat zu begreifen. Und alles, was danach passierte, setzte er in Beziehung zu diesem einen Tag, noch Jahre nach dem Krieg, in den er -so fühlte er es- hineingeraten war. In einem langsamen Gang der Gedanken entblättern sich Zusammenhänge von Schuld, Verantwortung, Gedenken und münden in einem Versuch der Wiedergutmachung.

„Wenn man lebendig ist, wird alles, was man berührt, lebendig.“  Walter Bauer

Die frühen Schriften des kritisch-humanistischen Schriftsteller Walter Bauer wurden von den Nationalsozialisten als unerwünscht eingestuft und nicht mehr gedruckt. Nach Kriegsbeginn wurde er als Wehrmachtssoldat eingezogen, kämpfte bis Kriegsende in Frankreich, Russland, Griechenland und Italien, wo er in Gefangenschaft geriet.

In seinem autobiografischen Roman “Besser zu zweit als allein” läßt er den den Kriegsheimkehrer Scherer sagen: “Ich will nicht mehr schwindeln, ich will nichts mehr sagen, was ich nicht für wahr halte. Ich kann Kindern nichts mehr vormachen….Und dann die Kollegen. Es sind dieselben. Dieselben werden es sein, und nun werden sie das Gegenteil von dem reden, was sie gepredigt haben. Ich habe das alles zu lange mitgemacht – sechs Jahre – und vorher. Aber jetzt? Nein.“

In der Traueranzeige des Merlin-Verlages zum Tode Walter Bauers steht:
“Er hatte den Deutschen viel zu sagen und sagte es; aber er sprach leise und wurde nicht gehört in einer Zeit, wo die Lautstärke schon als Botschaft gilt.“

Schauspiel: Annette Schmidt, Beate Lohse, Jochen Deuticke und Ismael Hawramy
Videoprojektionen und Zeichnungen: Loni Liebermann
Musik und Kompositionen: Uwe Böttcher (Kontrabass, Bratsche), Sasan Azodi (Gitarre, Effekte)

Infos und Online-Reservierung: www.theater-k.de      Reservierungen per Telefon oder eMail : 0241 151155, theater-k@arcor.de

Eintritt: 18,- €/ 13,-€ (ermäßigt), 6,50 € Aachen Pass

Details

Datum:
11.08.
Zeit:
13:00-14:00
Veranstaltungskategorien:
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Veranstaltung-Tags:
Webseite:
www.theater-k.de

Veranstalter

Theater K
Telefon:
0241 151155
E-Mail:
theater-k@arcor.de
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Veranstaltungsort

Theater K. im Tuchwerk
Strüverweg 116
Aachen, 52070 Deutschland
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